Unsere Partnerin

Über folgenden interessanten Satz stolperte erst Felix Wenzel im Tagesspiegel – und im weiteren Verlauf dann auch ich auf seiner Seite wirres.net: “Wir haben es mit unserer Partnerin ausprobiert.”

Ein verschrobener Satz, vor allem in dem Zusammenhang eines Autotests – in diesem Fall genau genommen der Test eines Gepäckraumabdeckrollo, das ich bislang immer so unbedacht als Abdeckung bezeichnete. Der Journalist neigt zur Ich-Vermeidung, die in vielen journalistischen Texten aufgrund der Distanz zum Thema auch angebracht ist. Wo es um subjektive Meinung oder Erfahrung geht, da scheint es aber durchaus nötig – zumindest um zu betonen, dass es sich um einen eigenen Eindruck handelt.

“Der Ausbau der Rollokassette ist nichts für zarte Frauenhände”, so der objektiv anmutende genrelle Eindruck des Testers. Der Satz “Wir haben es mit unserer Partnerin ausprobiert” eigentlich eine unnötige Zusatzinformation. Und, warum “wir” und warum “unsere”? wirres.net kommt zu dem Schluß: “pluralis journalistis”. Eine schlüssigere Erklärung fällt auch mir nicht ein. Bei 6 vor 9 hofft Lukas Heinser übrigens: “Wir wünschen uns, dass der Satz »Wir haben es mit unserer Partnerin ausprobiert« zum geflügelten Wort wird.” Dem schließen wir uns an, mit unserer Partnerin.

» Artikel auf wirres.net

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Über Christian Ciemalla

"Als Gründer des Projekts handball-world.com bin ich über die Jahre mit dem Web verwachsen..." Mehr: ciemalla.de oder twitter.com/ciemalla
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