Falsche Frisur: Blech statt Gold

Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, liegt es dem Volksmund nach an der Badehose. Dass Nastassia Mironchyk-Ivanova bei der letzten Leichtathletik-Weltmeisterschaft im koreanischen Daegu nur den vierten Platz belegte, lag am Haarschnitt. Die 22 Jahre alte Weißrussin wäre mit ihrem Körper mit dem dritten Versuch bei rund 6,90 Metern gelandet, gemessen wurden dann letztlich nur 6,74 Meter.

Bilder, die das Missgeschick der Weißrussin zeigen, hat der international Verband der Sportjournalisten AIPS auf seiner Website. Die Goldmedaille heimste letztlich die Amerikanerin Brittney Reese mit 6,82 Metern ein. Auf den weiteren Plätzen folgten Olga Kucherenko (Russland, 6,77 m) und Ineta Radevica (Lettland, 6,76 m).

Mironchyk-Ivanova ist aber nicht die erste Weitspringerin, der ein derartiges Missgeschick passierte. 1952 war es Elżbieta Krzesińska (damals noch unter dem Mädchennamen Duńska), die bei der Olympiapremiere 1952 nur den zwölften Platz im Weitsprung belegte, weil nicht der Fußabdruck, sondern der Abdruck ihres Zopfes rund einen halben Meter Weite kostete. Vier Jahre später gewann sie dann Olympisches Gold. Ihre Autobiographie trägt den Titel „Zamiatane warkoczem“ (auf deutsch: vom Zopf verwischt.). Eine Geschichte, die zumindest Mironchyk-Ivanova Mut für den Verlauf der weiteren Karriere machen dürfte.

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Christian Stein

Über Christian Stein

Geboren auf der Margarethenhöhe in Essen, wohnhaft in Köln. Unterwegs im Netz und als Mitglied der Chefredaktion von Handball-world.com auch zu Hause in den Hallen dieser Welt. ;)
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