Der World Wildlife Fund (WWF) hat spontan Konsequenzen aus dem Sündenfall ihres Ehrenpräsidenten gezogen. Mitte April, also vor rund drei Monaten, hatte sich Juan Carlos, spanisches Staatsoberhaupt, bei der Großwildjagd die Hüfte gebrochen. Nun hat ihm der WWF das Ehrenamt entzogen. In Spanien war das Vorkommnis von der Wirtschaftskrise schon fast wieder aus den Köpfen der Leute verdrängt worden.
Vielleicht kann man vermuten, dass der WWF die vergangenen drei Monaten zu einer intensiven Suche nach einem Nachfolger für Juan Carlos genutzt hat. Gleichwohl kann dann festgestellt werden, dass es eine passende Persönlichkeit offenbar nicht gab. Das Amt des WWF-Ehrenpräsidenten existiert daher allem Anschein nach auch nicht mehr.
Dies berichtet zumindest der Stern, der sich einen recht launischen Beitrag nicht verkneifen konnte. “Vermutlich wird sich so mancher Tierschützer fragen, ob ein passionierter Jäger wie Juan Carlos überhaupt jemals ein geeigneter Repräsentant für die Naturlobbyisten gewesen ist”, heißt es dort beispielsweise.