Mitgliederboom in Fußball-Bundesliga

Der Mitgliederanstieg im deutschen Profi-Fußball nimmt weiterhin kein Ende: Inzwischen zählen die Vereine der 1. und 2. Bundesliga sowie der 3. Liga insgesamt mehr als 1,2 Mio. Mitglieder. Noch vor 13 Jahren hatten diese Vereine zusammen weniger als 400.000 Anhänger. Das Fachmagazin Stadionwelt INSIDE hat die Mitgliederzahlen in der Bundesliga untersucht.

Der mitgliederstärkste Verein in Deutschland ist der FC Bayern München. 2016 verzeichnet der Rekordmeister 270.329 Mitglieder – mehr als doppelt so viele wie noch vor 10 Jahren. Damit liegen die Münchener nicht nur im nationalen Vergleich an der Spitze. Jahrelang hielt der portugiesische Traditionsverein SL Benfica den Titel als weltweit mitgliederstärkster Sportverein der Welt. Doch seit November 2015 hat der FC Bayern diese inoffizielle Auszeichnung inne.

Auf den weiteren Plätzen in Deutschland folgen der FC Schalke 04 (141.831 Mitglieder), Borussia Dortmund (135.512 Mitglieder) und der 1. FC Köln (77.700 Mitglieder). Gerade die Kölner haben in den vergangenen Jahren einen enormen Anstieg erlebt und damit in der Bundesliga-Rangliste Vereine wie den VfB Stuttgart, den Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach überholt. Laut FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle will der Club bis 2017 die Marke von 100.000 Mitgliedern erreichen.

Im Durchschnitt kostet die Jahresmitgliedschaft in der 1. Bundesliga für einen Erwachsenen 71 Euro, Jugendliche zahlen 38 Euro und Kinder 33 Euro. Damit sind die Beiträge in den vergangenen drei Jahren für alle Altersgruppen deutlich gestiegen. Die teuerste Mitgliedschaft für Erwachsene gibt es beim SV Werder Bremen – 168 Euro pro Jahr. Deutlich günstiger sind hingegen die beiden Werksvereine Bayer 04 Leverkusen und der VfL Wolfsburg. Gerade einmal 35 bzw. 30 Euro muss für eine Mitgliedschaft bezahlt werden.

In der 2. Bundesliga liegt die durchschnittliche Jahresmitgliedschaft für einen Erwachsenen bei 95 Euro, für Jugendliche 51 Euro und für Kinder 37 Euro. Eintracht Braunschweig ist im deutschen Profi-Fußball der absolute Spitzenreiter bei den Mitgliedsbeiträgen. Stolze 192 Euro verlangt der niedersächsische Traditionsverein pro Jahr. Die höheren Beiträge im Vergleich zur 1. Liga lassen sich einerseits dadurch erklären, dass die Vereine in den unteren Ligen stärker auf die Beiträge ihrer Mitglieder angewiesen sind als die Erstligisten.

Info: Der Text ist eine Pressemeldung des Magazins Stadionwelt Inside

Share

Über Christian Ciemalla

"Als Gründer des Projekts handball-world.com bin ich über die Jahre mit dem Web verwachsen..." Mehr: ciemalla.de oder twitter.com/ciemalla
Dieser Beitrag wurde unter Notizen, Sport abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.